| |
Der Ökumenische Schöpfungstag wurde beim 2. Ökumenischen Kirchentag in München
2010 von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) ausgerufen und lehnt sich
an eine Tradition der Orthodoxen Kirchen an, in besonderer Weise Gottes gute Schöpfung
zu preisen und auch zu bewahren. Der Schöpfungstag soll nach Möglichkeit am ersten
Freitag im September gefeiert werden. Darüber hinaus ist es aber auch möglich, ihn
an einem anderen Tag im Rahmen der Schöpfungszeit zu begehen, die vom 1. September
bis zum 4. Oktober andauert.
Der Christinnenrat hat diese ökumenische Initiative aufgegriffen und lädt die
Mitgliedsorganisationen ein, in ökumenischer Verbundenheit den Gottesdienst zu
feiern und mit dieser Aktion zu verknüpfen. In diesem Jahr hat eine Arbeitsgruppe
der kfd-Bundesgeschäftsstelle den Gottesdienst, die Aktion und weitere Materialien
erarbeitet, die ab sofort auf der
Homepage des Bundesverbandes und des
Christinnenrates
zu finden sind.
Wir freuen uns, dass der Gottesdienstentwurf zum ökumenischen Schöpfungstag
auf so großes Interesse stößt. Viele von Ihnen äußern sich jedoch befremdet über
das Schöpfungsgebet (S. 6ff.) und fragen nach, warum ein Zusammenschluss von
Frauenverbänden ein Gebet mit ausschließlich männlicher Gottesanrede verwendet.
Die Gottesdienstgruppe der kfd hat sich sehr bewusst und nach intensiven Diskussionen
dafür entschieden, dieses Gebet, das aus der Tradition der orthodoxen Kirchen kommt,
zu verwenden und Sie einzuladen, an dieser Stelle mit geliehenen, fremden Worten zu
beten, die nicht aus einer der reformatorischen oder katholischen Kirchen stammen.
Das Gottesdienstheft ist gegen Erstattung der Porto- und Versandkosten beim
Christinnenrat (c/o EFiD, Tel. 0511 89768140;
info@christinnenrat.de oder in der Bundesgeschäftsstelle der kfd
erhältlich (Tel. 0221 44992-86; Fax -52 oder
shop@kfd.de). Bitte beachten Sie dazu die Hinweise zum Versand.
Hinweise zum Versand!
Die Arbeitshilfe des Christinnenrats zum ökumenischen Schöpfungstag
"Kommt alle zum Wasser" wird kostenlos gegen Erstattung der Porto- und
Versandkosten verschickt. Deshalb bitten wir Sie, Bestellungen schriftlich
vorzunehmen und den Portobetrag in Briefmarken dem Brief beizulegen:
1 bis 5 Broschüren = 3 Briefmarken à 0,55 €
bis 10 Broschüren = 5 Briefmarken à 0,55 €
ab 11 Broschüren = 8 Briefmarken à 0,55 € (Päckchen UPS-Versand)
|
Unter dem Motto "Da wohnt ein Sehnen tief in uns..."
fand auf dem Evangelischen Kirchentag 2011 in Dresden der Ökumenische Frauengottesdienst
statt (siehe
Liturgie und
Predigt).
|
Der Christinnenrat war auf dem Ökumenischen Kirchentag 2010 in München mit einem Stand, an dem
sich alle Mitgliedsorganisationen beteiligten, vertreten.
Das Motto des Standes lautete Einheit ist machbar.
An drei Tagen gab es "Gespräche am Brunnen" mit VertreterInnen verschiedener Kirchen
(siehe Programm).
Der Ökumenische Frauengottesdienst unter dem Motto "Vor uns die Sintflut? Mit der Erde leben,
Gottes Bund trauen" fand am 13. Mai im Dom Zu unserer lieben Frau statt (siehe
Liedblatt und
Liturgie).
|
Der Christinnenrat setzt sich zur Aufgabe, den Zielen und
Themen der |
Dekade "Überwindung von Gewalt" Nachdruck zu verleihen.
Thema des Impulsreferats auf unserer ersten Mitgliederversammlung im
Oktober 2001 "Christinnen solidarisch gegen Gewalt" war: "Überwindung
von Gewalt als kirchlicher Auftrag. Perspektiven für ökumenisches
Handeln und Perspektiven für Geschlechtergerechtigkeit"
(Bischof Dr. W. Klaiber, Vorsitzender der ACK). Dieses Referat können
Sie unter Kontakt bei uns anfordern.
Der Christinnenrat gründet einen Arbeitsausschuss zur Dekade.
Unsere Mitgliedsorganisationen zur Dekade:
- Evangelische Frauenhilfe in Deutschland
Auf Beschluss der zuständigen Gremien wird sich die Evangelische
Frauenhilfe in Deutschland in der Dekade zur Überwindung von Gewalt
engagieren. Es ist kein eigenes Projekt vorgesehen, sondern wir werden
jede sich bietende Gelegenheit nutzen, laufende Aktivitäten im
Zusammenhang der Dekade durchzuführen. Zum Kernbestand der Entscheidung
gehört es, kein eigenes Problemfeld "Gewalt gegen Frauen"
innerhalb der Dekade zu fordern oder zu setzen, sondern genderorientiert
an ihren Themen mitzuarbeiten. Konkret wurde dies bisher z.B. folgendermaßen
umgesetzt bzw. geplant:
- Gemeinsame Tagung "Soester Gesprächskreis" der
Evangelischen Frauenarbeit in Deutschland / "Herbstkonferenz"
der EFHiD (für haupt- und ehrenamtliche Funktionsträgerinnen
der landeskirchlichen Ebene bundesweit) 2000 zum Thema "Gender-Mainstreaming":
Der zunächst theoretisch vermittelte Ansatz wurde im zweiten
Teil der Tagung in einem Workshop konkret auf die beginnende Dekade
angewandt, d.h., ihre bis dahin vorliegenden Programme wurden aus
Genderperspektive bewertet. Ergebnis war u.a. die von dieser Tagung
ausgehende Initiative, dass der Christinnenrat sich in einer entsprechenden
Pressemitteilung zur Eröffnung der Dekade in Berlin öffentlich
äußert.
- Die Ausgabe 2-2002 der vierteljährlich erscheinenden ARBEITSHILFE
ZUM WEITERGEBEN hat die Dekade als Thema, Titel: "Gewalt
überwinden. Dekade 2001-2010" (kann bestellt werden bei
der EFHiD . Postfach 310 206. 40 481 Düsseldorf- Kosten: 4,35
€ + Versandkosten).Nach Möglichkeit wird in den kommenden
Jahren jeweils eine der vier Arbeitshilfen im Zusammenhang mit der
Dekade stehen, z.B. wird es in 2003 eine Ausgabe zum Thema "Rassismus"
geben.
- Entscheidungen über Mitgliedschaften und Engagement der EFHiD
- z.B. in "erlassjahr.de" oder bei ECPAT - werden derzeit
immer auch unter Berücksichtigung der Dekade getroffen.
- Briefe, Stellungnahmen u.ä. der EFHiD nehmen - wo immer möglich
- Bezug auf die Dekade; insbesondere ergeben sich diese Bezüge
natürlich derzeit in Stellungnahmen o.ä. zum Krieg in
Afghanistan.
- Die gemeinsamen Planungen von EFHiD und kfd für den Ökumenischen
Kirchentag in Berlin 2003 beziehen die Dekade als einen der für
beide Verbände wichtigen inhaltlichen Eckpunkte bzw. als Rahmen
für inhaltliche Veranstaltungen mit ein.
-
Arbeitsgemeinschaft Frauenseelsorge der deutschen Diözesen
Im März 2001 wandte sich die Arbeitsgemeinschaft Frauenseelsorge
der deutschen Diözesen mit der Bitte um die Einrichtung eines
"Runden Tisches" an den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz.
Dieser Initiative lag ein gemeinsames Votum des Präsidiums der
Arbeitsgemeinschaft Katholischer Verbände und -gruppen und des
Vorstands der Arbeitsgemeinschaft Frauenseelsorge zugrunde.
Ziel der Initiative ist die Zusammenführung der maßgeblichen
Einrichtungen, Verbände und Gruppen der katholischen Kirche in
der Arbeit am Thema "Überwindung von Gewalt" aus Frauen-
und Männerperspektive.
- Katholische Frauengemeinschaft Deutschland
Im kfd-Bundesverband besteht seit den 80er Jahren der Gesprächskreis
"Gewalt gegen Frauen". Frauen aus der praktischen Arbeit mit
Frauen, die Opfer von Gewalt sind, und ehrenamtliche kfd-Frauen setzen
sich hier mit dem Thema "Gewalt gegen Frauen" in allen seinen
Facetten auseinander. Dieser Gesprächkreis hat dazu beigetragen,
das Thema in die Arbeit der kfd einzubringen und präsent zu machen.
Es entstanden Arbeitshilfen und Handreichungen vor allem mit dem Ziel,
auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam zu machen und die Arbeit von Frauenhäusern
und Beratungsstellen zu unterstützen.
Gegen Ende des Jahres 2002 soll im Rahmen der Arbeit zur Ökumenischen
Dekade zur Überwindung von Gewalt eine neue Arbeitshilfe zu dem
Thema "Gewalt gegen Frauen " erscheinen. Das Anliegen ist,
von der Sensibilisierung für das Thema und der Betroffenheit zu
ersten Schritten zur Überwindung von Gewalt zu kommen:
- Wie kann ich das Thema Gewalt in meiner Pfarrgemeinde behandeln?
- Was ist Gewalt? Wo fängt sie an?
- Gehen Frauen und Männer unterschiedlich mit Gewalt um?
- Wie trägt die Kirche und unsere Religion zu gewalttägigen
Stukturen bei?
- Wie kann ich die alltägliche Form der Gewalt in den Familien
überwinden?
- Was kann ich gegen Frauen- und Menschenhandel tun?
- Welche Schritte zur Überwindung von Gewalt kann ich gehen?
Die Arbeitshilfe wird ab Ende 2002 zu erhalten sein beim
kfd - Bundesvorstand, Prinz-Georgstr. 44, 40477 Düsseldorf.
Einzelne Methoden und Inhalte der Arbeitshilfe können auf der
Tagung der kfd vom 30.9.2002 - 2.10.2002 "Gewalt gegen
Frauen. Anregungen und Methoden zur Arbeit in Gemeinden und Gruppen"
in Mainz erprobt werden.
Auf dem ökumenischen Kirchentag in Berlin 2003 wird es
im Rahmen der gemeinsamen Planungen von kfd und EFHiD als wichtigen
inhaltlichen Eckpunkt auch Veranstaltungen und Aktionen zum Thema
"Gewalt gegen Frauen "geben.